Artikel zum Schlagwort “Foto”

8. September 2010

Schreibraum Feigenbaum

Feigenbaum

Das erste, was eine Autorin macht, wenn sie sich irgendwo einquartiert: sie richtet sich den Schreibraum ein. Das tat Margarita gleich nach dem Frühstück unter einem Feigenbaum.

Dieser Feigenbaum befindet sich hier:


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(Wir wohnten in Murter, in der Ferienwohnung Anita – Anita Schellnegger war uns eine sehr angenehme Gastgeberin)

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7. September 2010

GRAUKO goes Kroatien

Wenn wir vom Grazer Autorinnen und Autoren Kollektiv (GRAUKO) etwas zum ersten Mal tun, dann begründen wir damit gleich eine neue Tradition. Diesmal: Die GRAUKO Schreibwoche. Sie fand Ende August 2010 in Murter, Kroatien statt. Mit dabei: Isolde, Margarita, Maria, Peter, Thomas und die beiden Literatinnenehemänner Albert und Franky.

Der erste Tag verbrachten wir mit Anreisen, wobei das zweite Auto unseres zweiteiligen Konvois stets dem ersten Auto nachfuhr – auch im strömenden Regen gut erkennbar wegen des Fahrrads.

Eigentlich wollte ich die stundenlange Autofahrt dazu nutzen, die Zusammenlegung zwei meiner Romanfiguren zu besprechen. War aber zu müde.

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4. September 2010

Menschliches 3

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28. Juli 2010

Umgebungen

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26. Juli 2010

Menschliches 2

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2. Juli 2010

Beim Überarbeiten II

Seite 93 der 7. Romanfassung mit Kaffee und Tippfehlern

Seite 93 der 7. Romanfassung mit Kaffee und Tippfehlern

09:30 Ich mag nicht. Lieber irgendwohin frühstücken gehen. Heute keine Literatur, bitte.
09:38 Ich mache mir Kaffee
09:42 Ich freue mich, in meinem Kühlschrank ein Erdbeerjoghurt zu finden.
09:52 Ich stelle die Kaffeetasse dort ab, wo Platz für sie ist. Neben dem aufgeblätterten Manuskript.
10:01 Oh Gott, ein Fallfehler! Wortwiederholung. Wortwiederholungen. Verben vergessen. Verben doppelt – das kommt davon, wenn man Sätze umstellt ohne sie nachher durchzulesen! Und viel zu viele Rufzeichen im Text!
10:15 Ich schreibe Sätze um – Meine Handschrift zerfließt, ist zum Lesen noch brauchbar. Ich habe das Schreiben verlernt, klar, immer nur Computer.
10:20 Bis zum GRAUKO-Treffen werde ich niemals mit der gesamten Überarbeitung fertig, nicht einmal mit Durchlesen. Das Teil ist ja volumensmäßig schon ein dünner Roman.
10:30 Irgendwie bin ich drin. In der Handlung. Ist ein Formen der weichen Romanmasse. Es ist weit weg von perfekt, aber GRAUKO soll mir bloß sagen, welche Stimmung rüberkommt, welche Fragen offen sind, und wo es hakt.

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1. Juli 2010

Beim Überarbeiten I

Überarbeitungsplatz, laptopfrei, mit Kugelschreiber und Erdbeerjoghurt.

Habe mir das erste Romandrittel ausgedruckt und überarbeite es – fürs erste mal ohne Laptop, auf druckwarmem Papier. Bald bekommt GRAUKO den Text zu lesen.

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22. Februar 2010

Liebe, Tod und Teufel: Einladung zur szenischen Lesung.

Für unsere jährliche Lesung haben wir von GRAUKO uns etwas besonderes ausgedacht: Wir lassen unsere Texte von Schauspielern aufführen.

Es geht um
Liebe, Tod und Teufel.

Es spielt die Theatergruppe „Theater im Stockwerk“.

Gemeinsam mit den Schauspielern greifen wir tief hinein in das, was das Leben ausmacht. Unsere Texte werden in Szene gesetzt und werden vertont und werden gesungen. Auf den Theaterbrettern wird geliebt und gemordet, man bekriegt sich und belacht sich.

Das „Theater im Stockwerk“ hat sich als kongeniale Ergänzung von uns GRAUKO Literatinnen und Literaten entpuppt (So ist ein gar ein ganzes Theaterstück für Sommer in Planung).

Von mir wird der Text Besuch bei den Müttern dreier Soldaten auf die Theaterbretter gebracht.

Zeit: Sonntag, 28.2.2010 um 17:00
Ort: Theater im Stockwerk
Cafe Stockwerk, Jakominiplatz 18/1, Graz
Eintrittspreis: 6 Euro

Hier ein paar Impressionen von der Probe:

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21. Februar 2010

In ihrer eigenen Welt

Impression aus der Schreibwerkstatt

Impression aus der Schreibwerkstatt

Eine Literatin, versunken in jener Welt, die sie sich soeben erschafft.

(Dieses Foto gelang mir auf der Texthobel-Schreibwerkstatt im Februar 2010.)

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14. Februar 2010

Neulich, in der Schreibwerkstatt

Gestern, Samstag, war der erste Texthobeltag. Sechs Romanprojekte, vier Texthobeleinsteigerinnen. Hier ein paar Stimmungsbilder. Der gestikulierende Mann im roten Sakko könnte ich sein.

Die Fotos stammen von Viktoria Frysak, Veranstalterin des Texthobels.

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11. Februar 2010

“Kill All Darlings” als Comic-Strip

Denk dir den Text des ersten Bilds ein wenig anders: “Wie schreibe ich einen guten Roman? Zuerst muss ich mich von allen lieb gewonnenen Textstellen, Figuren und Handlungssträngen …”

Kill-All-Darlings Comic-Strip

Quelle: Zeitschrift "Augustin", Nummer 267 - 01/2010

So zeigt dir dieser Comic-Strips das Schmerzhafte, das ich bei Kill All Darlings gemeint habe.

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6. Februar 2010

“Auf gewisse Art muss ich alles neu erlernen.”

Wenn es mir richtig gut geht, fällt mir das Arbeiten schwer. […] Ich brauche immer ein gewisses Maß an Unruhe oder sogar Verzweiflung, bis ich in Gang komme und mich an die Arbeit mache. Wenn ich mich an einen Comic-Strip setze, dann kann ich nicht anders. Entweder weil ich Geld brauche – wie früher – oder weil ich etwas verarbeiten muss.

Art Spiegelman, fotografiert von Seth Kushner

Art Spiegelman, fotografiert von Seth Kushner

Dann muss ich das Rad neu erfinden. Ich durchlaufe meine Geburt, die Schulzeit, die Jahre der Therapie und meine jungen Jahre. Ich muss lernen, wie man einen Stift hält und welchen ich verwende. Welches Papier ich brauche. Wie groß ich zeichnen muss. Auf gewisse Art muss ich alles neu erlernen. Jeder Comic-Strip ist eine Art Neuerfindung, selbst wenn ich dazu dieselben Methoden anwende wie zuvor.

So arbeite ich eben.

Art Spiegelman, Schöpfer des Comics Maus – Die Geschichte eines Überlebenden, in einem Interview auf Arte TV, ausgestrahlt am 25.1.2010.

Für mich ist jeder Roman, jedes Kapitel ein Neuanfang. Immer wieder muss ich das Schreiben neu erlernen. So arbeite ich eben. Manchmal kann ich damit schon recht gut umgehen.

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2. Februar 2010

Das Sterben recherchieren oder: Ganz nahe am Leben

Palliativsymposium - Reigentanz

Reigentanz

Dieses Foto ist auf dem Symposium im März 2009 entstanden. Thema war Palliativpflege von Kindern und Jugendlichen. Das Foto entstand, als uns Veronika Wartmann einen Reigentanz zeigte – Tanz als Bewältigung von Trauer. Wie man sieht, war ich der einzige männliche Teilnehmer – die anderen waren Krankenschwestern.

(Ich hatte schon vorher Tote gesehen – in gerichtsmedizinischen Vorlesungen: Selbstmörder, Verbrennungsopfer, Mordopfer, mumifizierte Leichen. Am Tiefsten der Eindruck eines 12jährigen. Erwürgt, um seiner Großmutter das Sparbuch zu stehlen. Er hatte eine fingerbreite Naht vom Bauch bis zum Hals: so war sein Körper nach der Obduktion geschlossen worden.)

Auf dem Symposium dann diese Fotos. Von einem toten Baby. Seine Eltern, die es zum letzten Mal waschen. Die Mutter, so wurde uns erzählt, stieß versehentlich sein Köpfchen gegen den Beckenrand und sagte “Entschuldige”.

Das Symposium trug den Titel: “Wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.”

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21. Januar 2010

Zug

Mein Grazer-Wiener Großraumbüro

Mein Grazer-Wiener Großraumbüro

Einmal im Monat zu GRAUKO. Das bedeutet zweimal zweieinhalb Stunden Schreiben im Zug. Draußen schiebt sich verschneites Land vorbei, Eiskristalle werfen sich gegen die Fenster, und drinnen im Großraumwagen ist viel Freiheit: für Beine, fürs Hinausschauen, fürs Gedankenschweifen.

Ich höre Musik aus dem Laptop, nippe am Kaffee und bin bei Angelika und Timon.

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19. Januar 2010

Eugenie Kain † 2010

Eugenie Kain habe ich im Rahmen der Leondinger Akademie für Literatur kennen gelernt. Eine warmherzige, analytische Autorin und Lehrerin. Bei ihr habe ich auch erstmals gesehen, dass Mindmaps für die literarische Arbeit nützlich sein können.

Die Fotos habe ich am 4.2.2006 mit meinem Handy in Leonding gemacht.

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17. Januar 2010

Aufstellung oder: Nachbeben einer Recherche

Romanaufstellung mit Playmobilfiguren

Roman-aufstellung

Um meine Innsbrucker Recherchereise zu verarbeiten, stellte ich die Romansituation auf (ein wenig Familienaufstellung): Angelika (mit weißen Hut), ihre Mutter (gelber Hut) und daneben ihre Zwillingsschwester, also Angelikas Tante (roter Hut).

Erstaunlich: da verschiebe ich die eine oder andere Figur, und Widerstände tun sich in mir auf, oder Traurigkeit, Hoffnung oder Freude.

Mir ist etwas klar geworden: Ich habe mich bislang vor etwas Wesentlichem gedrückt. Es geht um den Entschluss Angelikas, ihre Herztransplantation zu verweigern: In früheren Konzepten war ihr Entschluss längst gefallen und kommuniziert, lange vor Romanbeginn.

Dabei ist das einer größten Konflikte überhaupt – wie schade eigentlich, wenn ich ihn nicht vor den Augen des Lesers auslebe! Und so schicke ich nun meinen Protagonisten und mich direkt hinein. Wenn sich das Kind wider dem Willen von Mutter und Tante nicht operieren lässt.

Es ist die Großmutter (die Figur mit der Krone), die sagt: “Angelika, entscheide selbst. Es ist dein Leben.”

Was für ein Riss in der Familie! Und dabei ist dieser Riss nicht eben erst entstanden: es sind die alten Fronten, die sich auftun. Der Roman wird in sich weiter und weiter. Und dabei ist das bloß das erste Drittel. Wahnsinn.

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