Artikel zum Schlagwort “Schreibgefühl”

7. September 2010

GRAUKO goes Kroatien

Wenn wir vom Grazer Autorinnen und Autoren Kollektiv (GRAUKO) etwas zum ersten Mal tun, dann begründen wir damit gleich eine neue Tradition. Diesmal: Die GRAUKO Schreibwoche. Sie fand Ende August 2010 in Murter, Kroatien statt. Mit dabei: Isolde, Margarita, Maria, Peter, Thomas und die beiden Literatinnenehemänner Albert und Franky.

Der erste Tag verbrachten wir mit Anreisen, wobei das zweite Auto unseres zweiteiligen Konvois stets dem ersten Auto nachfuhr – auch im strömenden Regen gut erkennbar wegen des Fahrrads.

Eigentlich wollte ich die stundenlange Autofahrt dazu nutzen, die Zusammenlegung zwei meiner Romanfiguren zu besprechen. War aber zu müde.

Abgelegt unter Romantagebuch, , , ,
Kommentare: Schreib den ersten Kommentar!

24. August 2010

Explosion, wieder einmal

Nuclear Predetonation. Quelle: Wikipedia

Jedesmal, wenn ich zwei Romanpersonen zusammenführe, ist das für mich eine emotionale Explosion, die meine Texte und Ideen weitertreibt.

Es ist so abgelaufen:

  1. Gestern, unter Tags, im Buch “20 Masterplots” geblättert (Wobei das Buch bloß ein Anlass war, über Grundsätzliches nachzudenken).
  2. Nachts, um ein Uhr, nach sinnlosem Websurfen, der Funke: “Thomas, was wäre, wenn du die Romanpersonen “Dagmar” und “Isabella” zusammenlegtest?”
  3. Erstes Gefühl: Klarheit. Die beiden waren ohnehin Zwillingssschwestern, und damit würde die ohnehin große Komplexität des Romans reduziert. Handlung und Charaktere werden wesentlich schärfer.
  4. Dann Erschütterung. Wie soll das sein? Die Mutter der herzkranken Angelika zur Mörderin von Timons Freundin machen?
  5. Und dann ging es los. Bis in den Morgen. Ich hörte Amy Macdonald (“Spark”)…

… immer und immer wieder. Ich beobachtete sie, wie sie auf den Steg ging, ihren Koffer abstellte, und alles ergab so viel Sinn in mir. Alte Fragen wie “Wovon lebt Dagmar?” und “Warum ist ihre Ehe gescheitert?” und “Was will sie?” und “Wie ist ihre Beziehung zur Mutter?” und “Wer sind die Opponenten im Kampf um das Violanum?” sind plötzlich von selbst beantwortet. Und Dagmars Handlungen – ich habe jetzt viel mehr Freiheit. Ich kann den Leser Dagmars Zerrissenheit spüren lassen:

  1. das so Fürsorgliche und Schützende einer Mutter mit schwerkrankem Kind
  2. der Berufsethos einer Krankenschwester
  3. die Vorbildwirkung der Krankenhausgründerin Viola (+1645)
  4. das Erbe ihres dominanten (verstorbenen) Großvaters, der Dagmars Mutter stets als schwach verachtet hat.

Ich sagte mir: “Thomas, was hast du da für ein Monstrum erschaffen?”

Ich antwortete: “Es ist immer schon hier gewesen. Bloß jetzt erst ist dein Blick frei.”

Gegen drei Uhr skizzierte ich eine Schlussszene zwischen Timon und Dagmar. Jetzt bin ich müde. Wie immer, wenn ich vor einer neuen Fassung meines Romans stehe.

Abgelegt unter Romantagebuch, , , ,
Kommentare: Schreib den ersten Kommentar!

22. August 2010

Heute habe ich…

… 4 kurze Espressos getrunken, ein Joghurt und letztendlich ein Stamperl Birnenschnaps, und jetzt ist schon Nachmittag und immer noch nicht kann ich schreiben.

Aber ich gebe nicht auf! Weil der Schreibtag noch nicht einmal dunkel ist.

Abgelegt unter Romantagebuch,
Kommentare: Schon 3 Kommentare

18. August 2010

Einfache Ursache

Morgendliche Unzufriedenheit
mit meinem Geschriebenen
hat meist den Grund, dass ich
noch nicht gefrühstückt habe.

Abgelegt unter Romantagebuch, ,
Kommentare: Schreib den ersten Kommentar!

14. August 2010

Geisterhaftes Schreiberlebnis

Was ich nun erzähle, gehört um Geisterhaftesten, das mir bislang beim Schreiben begegnet ist.

Ich schrieb eine Szene, in der Timon von Kronstein nach Wien mit dem Zug fährt. Eine Reise, die mit Unruhe begann (er wachte auf, und es trieb ihn zum Bahnhof) und die in Timons Wohnung in Wien endete. Eine intensive Reise, die kaum Äußerlichkeiten zu bieten hatte, aber dafür verschwamm in Timon die Realität mit dem, wie er sich seine Vergangenheit zurecht dachte.

So weit, so gut.

Nachdem ich mit dem Schreiben fertig war, stand ich in der Wohnzimmermitte und führte folgenden inneren Dialog:

Ich: Und jetzt? Ich sollte wieder nach Kronstein fahren.

Ich: Nein, Thomas, Kronstein gibt es nicht. Du bist Thomas, nicht Timon.

Ich: Aber ich bin doch hier in der Wohnung von Timon.

Ich: Das hier sieht so aus, als wäre es Timons Wohnung, weil du deine Wohnung in den Roman eingebracht hast.

Ich: Okay.

(Pause)

Ich: Also, soll ich jetzt nach Kronstein zurückfahren oder hier übernachten?

Abgelegt unter Romantagebuch, , ,
Kommentare: Schon 2 Kommentare

12. August 2010

Muss da jetzt weiter

Es ist 23:03. Morgen Arbeitstag im Büro.

Aber ich kann doch jetzt unmöglich aufstehen und schlafen gehen, ich muss hier jetzt weitermachen mit dem Schreiben!

Abgelegt unter Romantagebuch,
Kommentare: Schreib den ersten Kommentar!

10. August 2010

Unruhe

Klar weiß ich, was jetzt helfen würde: Schreiben. Ach, wenn ich doch ein Romanprojekt hätte! Aber ich habe keinen literarischen Rahmen mehr, in dem ich meine Unruhe irgendeiner Romanperson umhängen könnte. Und ohne Romanprojekt bleibt mir nur mein eigenes Leben.

aus: Thomas Wollinger: herausgeschnitten

Abgelegt unter Romantagebuch, , ,
Kommentare: Schreib den ersten Kommentar!

8. August 2010

Lieber Blog, hilf mir, dass ich in das Gefühl “Schuld”…

… hinein finde, dass ich die rechte Schreibhaltung finde, für das, was nun kommt.

Blog: Gerne helfe ich dir. Sag, was kommt denn Timon in den Sinn, wenn er an “Schuld” denkt?

Autor: Dass er ein Buch einmal nicht zurückgegeben hat und dass das schon 1993 war und er sich immer wieder daran erinnerte und dass das wohl nie aus seinem Kopf gehen wird. Ein dummes Beispiel, das weiß er auch…

Blog: Und warum ausgerechnet die Erinnerung an dieses Buch? Warum fühlt er sich nicht schuldig, weil er Sonntagszeitungen stiehlt?

Autor: Weil es mit Vertrauen zu tun hat – weil er versprochen hatte, dass er das Buch ganz sicher zurückgeben würde. Das Buch tut ihm immer noch weh.

Blog: Hat er das Buch noch?

Autor: Ja.

Blog: Er kann es ja zurückgeben.

Autor: Nein, sonst würde er seine Schuld offen eingestehen.

Blog: Schuld und Vertrauen gehören für Timon zusammen?

Autor: Und Versagen. Er ist schuldig, weil er Erwartungen nicht erfüllt hat.

Blog: Und woher kommen die Erwartungen?

Autor: Na, von den anderen. Aus ihm selbst.

Blog: Timon kann ja sagen: Das mache ich nicht. Zum Beispiel bei Sophie: “Ich will nicht mit dir nach Kronstein ziehen, ich will lieber in Wien weiterleben.”

Autor: Timon macht das nicht. Timon weicht Konflikten aus.

Blog: Du meinst, Timon ist konfliktscheu, bürdet sich stillschweigend Erwartungen auf, die er nicht erfüllen kann/will?

Autor: Eigentlich ja. Und die Erwartungen kommen von seinen Eltern, von seiner Erziehung. Und von seiner Mutter hört er “Männer entziehen sich ihrer Verantwortung” – solches Verhalten verabscheut er, dennoch (oder gerade deshalb) tut er es. Und hasst sich dafür und dieser Hass…

Blog: Ja! Es wird! Weiter!

Autor: … und dieser Hass entlädt sich dann auf einen anderen Menschen (Marx). Auf einen, der ihn auf diesen wunden Punkt hinweist. Wobei dieser Marx vielleicht durch seine bloße Art Timon reizt, nicht so sehr durch das, was er tut. – Zum Beispiel, wenn Timon meint, Marx hätte seine Frau im Stich gelassen? Und wenn Marx Timons Verhalten spiegelt? Wir wissen ja, dass man auf das am stärksten reagiert, was man von sich selbst beim Gegenüber erkennt.

Blog: Ich glaube, du hast es.

Autor: Ich danke für dieses Gespräch, lieber Blog.

Abgelegt unter Romantagebuch, , , , ,
Kommentare: Schreib den ersten Kommentar!

7. August 2010

Das Motto zum heuten Schreibtag lautet … Schuld!

… also zur Abwechslung mal was Fröhliches :-)

Ich widme mich heute dem Thema, weshalb Timon ausrastet und Marx niederschlägt. Hauptsächlich ist es sein Gefühl, schuldig zu sein, zweites wird er von Marx laufend provoziert und auf diese mögliche Schuld hingewiesen, und drittens – als Anlass quasi – das Bedürfnis, Angelika beschützen zu müssen. Oder so. Oder ganz anders.

Und außerdem werde ich heute laufen gehen (auch Autoren sollten sich bewegen).

Abgelegt unter Romantagebuch, , ,
Kommentare: Schreib den ersten Kommentar!

6. August 2010

Wie fühlt man sich, nachdem man jemanden krankenhausreif geschlagen hat? (Teil 2)

Habe mit ein paar Leuten darüber geredet. So einfach ist das alles nicht. Es gibt wohl folgende Tätertypen:
I. die Rotseher (sie rasten aus und können sich an die Tat nicht mehr erinnern)
II. die Choleriker (die bei Kleinigkeiten aufbrausen) und
III. die, bei denen es lange braucht, bis ihre innere Schwelle überschritten ist.

Die Frage, die mir entgegen geworfen wurde, lautete: »Was muss passieren, damit du – ja, genau du, Thomas! – jemanden niederschlägst?« Mir ist der Gedanke zuwider. An meine Schulzeit denkend bin ich wohl Typ III, und so auch Timon. Das bedeutet literarische Vorarbeit. Timon muss von dem Menschen, den er niederschlägt, intensiv gereizt werden. Mit Themen, die Timon ins Mark gehen.

Wie wäre es mit Schuld? Das ist schon bisher ein Thema Themen gewesen: Er war nicht in Kronstein gewesen, als Sophie umkam. Weil er sich dagegen spreizte, aus Wien fortzuziehen. Sophie gegenüber hatte er das nie ausgesprochen, aber er hatte die Übersiedlung hinausgezögert, soweit es ging. Erst bei der Geburt wollte er übersiedeln – und für die Übersiedlung selbst hatte er keine Vorkehrungen, Planungen getroffen. Je näher der Geburtstermin, desto heftiger klammerte er sich an seine verbleibenden Wiener Tage. Bis Sophie tot war. Dann blieb er in Wien.

Und wenn jetzt jemand kam und Timon mit dieser Schuld konfrontierte? Das könnte zum Beispiel der Journalist Rudolph Marx tun. Er provoziert des Provozierens willen, denn bei verwundeten Menschen – so lautet Marx‘ Methode – kämen die wahren Geschichten ans Tageslicht. Als er von Timon niedergeschlagen wird, hat Marx gewonnen.

Abgelegt unter Romantagebuch, , , , ,
Kommentare: Schreib den ersten Kommentar!

3. August 2010

Wie fühlt man sich, nachdem man jemanden krankenhausreif geschlagen hat? (Teil 1)

Und was dann war – wie lange wird es gedauert haben? Eine Minute? Zwei? Wie lange braucht es, einen Menschen krankenhausreif zu treten? Ich kann mich erinnern. Aber was ich fühlte, Sophie! Bitte hilf mir. Das geht in mein Tiefes. Dort unten, wo es schwarz ist, wo alles zusammengeht: Kronstein und du und dein Museum und ich. Und dass sie dich umbrachten. Dass sie unser Kind töteten. Dass sie in mir etwas abrissen. Dass dieses Arschloch von Mörder immer noch lebte und dass er dich leiden hatte lassen. Und dass im großen Violanum keiner etwas unternommen hatte, dass irgendwer es doch hätte wissen müssen. Und dass auch ich es nicht gesehen hatte – ich hätte es wissen müssen, spüren müssen, ich hätte es riechen können wenn ich riechen könnte, und jeder Tritt forderte einen weiteren Tritt heraus, denn nach jedem Tritt war er immer noch da, stöhnte, hob die Unterarme, bis ich etwas an meinem Oberarm spürte. Eine Hand. Angelika. Sie flüsterte: »Bitte. Töte ihn nicht.«

So weit so gut. Und nun?

Wie geht es in Timons Innerem weiter? Wie komme ich an solche Emotionen heran? – Aus dem Autobiografischen schöpfen! – Wie denn, ich habe nie jemanden so geschlagen. – Alles, was du brauchst, steckt in dir. Du musst dich nur stellen. – Wie denn? Ich würde das, was Timon getan hat, niemals tun. – Timon auch nicht. Thomas, denk an deine Schulzeit, an diese dunkle Epoche- Was war da? – Das war doch nicht zu vergleichen! – Aber die Versatzstücke, Thomas! Angst, Wut, Verzweiflung, erinnerst du dich? – Nein. – Dann schau genau dort hin! Weiche nicht aus, das würden deine Texte sofort spüren. Du musst schürfen, viel Geröll wegmachen, bist du zu den Emotionssedimenten vordringst, aus denen du am Ende Timon gewinnst.

Abgelegt unter Romantagebuch, , , , ,
Kommentare: Schreib den ersten Kommentar!

25. Juli 2010

Wie kommt Angelika zu einem Schweineherzen? (Herz 3)

Letztes Wochenende wieder einmal Autoren-Partyszenario. Ich erzählte von der Szene mit dem Schweineherzen, an der ich eben arbeitete. Und da kam eine gute Frage: “Woher hat Angelika das Schweineherz?”

Ich antwortete: “Kein Problem. Findet die Party eben in einer Fleischerei statt oder das Thema der Party ist Schwein oder … ach, mir wird schon was einfallen.”

Nun. Wenn die Party in einer Fleischerei stattfindet, dann braucht Angelika einen persönlichen Bezug zum Fleischer, vielleicht ist sie die Freundin des Tochter des Fleischers. Und: Warum hält sie das Herz in Ihrer Hand? Nun, sie will wissen, wie sich ein Herz anfühlt. Ihr Leben dreht sich doch nur mehr um ihr Herz – um das, das in ihr schlägt, der Herzmuskel, der zu groß ist, und dann das Herz, das man ihr einpflanzen will, alles Herz bei ihr, in ihr … und ein Schweineherz ist dem Menschenherzen sehr ähnlich.

Über solche Dinge habe ich den Rest der Party nachgedacht. Als Autor ist mir auf Parties nie langweilig, ich habe ja immer etwas, das mich beschäftigt.

Abgelegt unter Romantagebuch, , , ,
Kommentare: Bereits einen Kommentar

21. Juli 2010

Wie ich hineinschlittere

Ich will hier an Hand eines Beispiels beschreiben, wie leicht ich hineinschlittere.

Lassen wir es mit einer BBC-Fernsehdoku beginnen. Titel: “Bright Young People”. Thema: Zwanzigerjahre. London. Eine Gruppe junger Leute und ihre exzessiven Parties. Jung, wild, Geld, Drogen, und in jeder Geste eine Übertreibung. Ihre Leben wurden in Romane gegossen, die Romane verfilmt…

Diese Filmsequenz sehe ich mir wieder und wieder an. Mit Kopfhörern, laut, ich brauche jetzt das Trommelnde. Werde hineingezogen ins Rote, durch die tanzende, lachende Menschenmenge, trinkend und Kokain einsaugend, und mittendrin ist Nina, die Tanzende, die Zuckende, die ihre Arme um sich wirft. Ihr Kopf geht hin und her und scharf hinauf, jede Bewegungen an ihr beginnt so plötzlich und endet so abrupt, sie verharrt den Bruchteil eines Augenblicks – und dann weiter, und schneller und wieder. Sie sagt: “I’ve never been more bored in my life”, und jetzt geht es los in mir.

Ich mache Nina zu meiner Angelika, 13 Jahre, die ihre Herztransplantation verweigert. In den vorangegangene Kapiteln das zurückhaltende, tapfere Mädchen – jetzt, mit diesem Film, ist sie ausgerissen. Eine Nacht lang Party, ein paar Stunden normal sein. Pechschwarz geschminkt ihre Augen, ihr Haar in wirrer Dauerwelle, ein Kleid, das hoch über dem Knie aufhört. Und in ihrer Hand eine halbgeleerte Flasche mit blauer Flüssigkeit.

In diese Szenerie stolpert Timon – wie ein Fremder, der Angelika ausfindig macht, der ihr sagt: “Bist du verrückt? Das hält dein Herz nicht aus.”

Sie schaut ihn an, reißt die Augen auf, dass es stechend weiß wird inmitten ihrer schwarzen Schminke. Sie beugt sich zu ihm, nahe an sein Ohr. Sie sagt: “Krank bin ich vielleicht, aber tot noch nicht.”

Sie macht einen Schluck aus der Flasche. Ruckartig wendet sie sich ab, verharrt einen Atemzug lang mit dem Rücken zu Timon. Dann reißt sie die Arme empor und tanzt und schreit in den trommelnden Lärm: “Ich lebe! Ich lebe!”

Abgelegt unter Romantagebuch, , , , , ,
Kommentare: Bereits einen Kommentar

19. Juli 2010

Sommer

So viel Sommer liegt über der Stadt. Die Menschen drängen hinaus, ans Wasser, hin zur Sonne, in die Strandbars. Ich schreibe lieber daheim.

Nicht, dass mir der Sommer egal ist – ich werde über ihn schreiben, wenn es ein Kapitel nötig macht.

Abgelegt unter Romantagebuch,
Kommentare: Schreib den ersten Kommentar!

18. Juli 2010

Der Moment, an dem ich mit dem Schreiben aufzuhören sollte

Dieser Moment, wenn ich nur mehr stumpf vor dem Laptop hocke. Wenn ich aufstehen sollte. Bewegung machen. Mit dem Kopf in andere Sachen eintauchen. Pause machen. Die Zeit sinnvoll nutzen.

Ich bin wirklich nicht gut darin, diesen Moment zu erkennen. Es liegt wohl daran, dass ich ihn nicht wahrhaben will, stundenlang manchmal.

Abgelegt unter Romantagebuch, ,
Kommentare: Schreib den ersten Kommentar!

17. Juli 2010

Mitternachtsgefühl

In 51 Minuten wird Mitternacht sein, wieder einmal. Dann wird auch dieser Schreibtag verloren sein.

Vorhin noch, um halb neun Uhr morgens, was war das für ein sonniges Potential! Der ganze Vormittag lag mir zu Füßen, ich hatte keine Eile, hatte ja den ganzen Tag. Ich tat dieses und jenes. Guten Kaffee machen, frühstücken, E-Mails schreiben, Aktienkurse beobachten. Und dann in diese eine Romanperson hineinspüren, die mir schon seit Tagen den Weg versperrt…

Und jetzt ist er vorbei. Der ganze Tag. Was tun? Schlafen. Und mich auf den sonnigen Morgen freuen, der mir einen Schreibtag erschließen wird, mit allen Möglichkeiten bis Mitternacht – und darüber hinaus.

Abgelegt unter Romantagebuch,
Kommentare: Bereits einen Kommentar