Artikel zum Schlagwort “Über meinen Blog”

3. September 2010

Ich habe ein Leben neben dem Schreiben

Paul Cézanne - Harlekin

Letztens meinte eine Leserin, die Leser meines Blogs müssten annehmen, dass ich außer Schreiben nichts anderes täte (Sie sagte das in deutlicheren Worten, die mir leider entfallen waren; es klang so, als würde mich der Blog als verbissenen Einsiedler darstellen, der vor lauter Schreiben niemals seine Wohnung verlässt).

Darum sage ich euch: Ich habe ein Leben neben dem Schreiben.

Ein abwechlsungsreiches, intensives gar. Die meiste Zeit meines Lebens schreibe ich gar nicht, denn dann arbeite in IT-Projekten, dann tanze ich oder besuche Tanzkurse, dann gehe mit meinem Kind ins Museum, dann fahre ich Rad oder trinke Caipirinhas oder schlafe.

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26. August 2010

Blog in der U-Bahn

Mein Blog auf dem Newsreader des Telefons von J.

Mein gestriger Blogeintrag

Unlängst traf ich mich – nach langer Zeit wieder – mit den Literatinnen S., J. und M.

Ich erzählte eine pointenhaft gemeinte Begebenheit rund um meine aktuelle Romanarbeit. Da gab mir J. zu verstehen, dass sie die Begebenheit schon kannte – weil sie meinen Blog verfolgte, in der U-Bahn. Jeden Tag. Auf ihrem Handy. Mit dem Google Newsreader.

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20. Juli 2010

Ein Lob für meinen Blog

Zu den Blogs, die mir auch sehr wichtig sind, ich schreibe meinen zwar nicht jeden Tag, soviel gibt es literarisch nicht zu berichten, aber doch fast und dann sehr lang und genau und diesen lese ich fast täglich, ist er doch sehr interessant und ziemlich einzigartig in der Blogszene und ich bedaure sehr, daß es ihn noch nicht vor dreißig Jahren gegeben hat, als ich zu schreiben begonnen habe und das, wie man das tut, noch ein sehr großes gut gehütetes Geheimnis war, die täglichen Tipps und Impressionen hätte ich damals sehr gebraucht, so denke ich, daß “Schreiben” für junge Autoren ein wahre Inspirationsquelle sein kann.

Kommentar von Eva Jancak vom 11. Juli 2010

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11. Juli 2010

Zu müde zum Bloggen

Jetzt noch einen Blogeintrag schreiben? Es ist spät, und ich habe heute genug geschrieben… Doch, schon, da war das eine oder andere Thema das mir heute bei der Arbeit begegnete, und ich dachte mir: das will ich mit(euch)teilen. Nun ist es fort.

Aber jeden Tag muss es hier einen Eintrag geben, das ist das Dogma dieses Blogs, und wenn du, Thomas, heute auch nur einen Funken literarisch gefühlt hast, dann wirst du verdammt nochmal in der Lage sein, diesen Funken zu nennen!

Weil ich jeden Tag hier etwas zu hinterlasse, bleibt etwas in Gang. In mir. Bewegung. Ich glaube, es hat mit Wertschätzung dem Schreiben gegenüber zu tun.

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9. Juli 2010

Liebe zum Blog

Habe ich euch schon mal gesagt, dass ich meinen Blog liebe? Er hält den Kontakt zu euch aufrecht (auch wenn ich nicht weiß, wer ihr alle seid). Wenn ich so tief in meinem Schreiben drinnen hänge, nicht angerufen werden möchte und niemanden treffen kann. Dann seid ihr bei mir. Egal nun, ob ihr Kommentare hinterlässt oder bloß ab und zu hier vorbei kommt.

Eure Art zu Schreiben oder Literatur wahrzunehmen ist anders als meine – das ist klar, das ist gut, das bereichert mich. Mein Blog bringt mich zu Menschen, denen ich ansonsten nie begegnet wäre. Die ich sonst vielleicht nie getroffen hätte.

Danke, Blog. Danke euch.

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25. Juni 2010

Ihr habt mir eure Kommentare nur geliehen

Ein Blog lebt von seinen Lesern und denjenigen, die sich mit ihren Kommentaren beteiligen.Wenn ihr hier Kommentare hinterlässt, ehrt mich das, insbesondere, da das Spurenhinterlassen im Internet ein heikles Thema ist.

Darum habe ich in der Verfassung dieses Blogs festgeschrieben, dass ihr das Recht habt, eure Kommentare entfernen zu lassen.

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23. Juni 2010

Neue Kleider für den Blog II

Danke für eure Reaktionen auf die Designänderung! Schön zu hören, dass der Wald, in den ich eine Frage rufe, antwortet. Mehrfach sogar. Widersprüchlich sogar. Pro und Kontra hielten sich erstaunlich präzis die Waage, so dass ich mir dachte: machen wir es wie im amerikanischen Senat – bei Pattstellung zählt auch die Stimme des Vizepräsidenten.

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20. Juni 2010

Neue Kleider für den Blog I

Ich bastle gern an diesem Blog herum, das entspannt mich, das hat etwas Technisches und ist doch mit meinem Schreiben verbunden. Inspiriert von Lisas Blog wollte ich etwas luftigeres, etwas leichteres. Gefällt euch dieses Design? Oder war das vorige besser?

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17. Juni 2010

Alle Kommentare

Nun hat dieser Blog schon etliche Kommentare – danke euch! Um euch und all euren Kommentaren einen besonderen Platz zu geben, habe ich extra Seite eingerichtet: Alle Kommentare dieses Blogs.

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2. April 2010

Meine Erfahrungen als Blogger (Folge 1)

Ich habe meinen Blog so eingerichtet, dass er die Internetzugriffe aufzeichnet. So erfahre ich ein bisschen etwas über jene Leute, zu mir herkommen.

Mir scheint, es sind nicht durchwegs Literaten oder Literaturinteressierte, die meinen Blog lesen. Letztens etwa. Da kam jemand auf meine Seite, der in Google “papa fickt mutti und tante gleichzeitig” eingegeben hat. Nun, bei diesem Suchkriterium ist es kein Wunder, dass mein Blog angeklickt wurde, ist er doch der erste Eintrag im Suchergebnis – überzeugt euch selbst.

Wahrscheinlich ist das ganz logisch.

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24. Februar 2010

Dieser Blog ist wichtig für mich, weil …

… hier gewisse Gedanken und Überlegungen einen Ort finden. Denn wohin sollte ich sie sonst tun? Einen Freund anrufen und ihm etwa erzählen, was ich mir soeben zum Thema „Kill all Darlings“ überlegt habe?

Es sind Gedanken, die den Tag lang herumgeschwebt sind. Wenn ich einen Blogeintrag tippe, hasche ich nach ihnen mit beiden Händen. So wie nach Zigarettenrauch. Was vorhin so klar formulierbar schien, das entpuppt sich beim Tippen als reichlich diffus. Genauso ergeht es mir bei diesem Blogeintrag hier. Vorhin noch wusste ich genau, wie ich die Wichtigkeit des Blogs niederschreiben würde. Jetzt ergänze ich meine Sätze da und dort, und habe schon doppelt so viel getippt wie hier zu lesen sein wird.

Wenn ich einen Blogeintrag geschrieben habe, habe ich das Gefühl, etwas geschrieben zu haben. Das ist gut. Das ist wie eine Therapie für einen Tag, an dem ich am Roman nicht weitergetan habe.

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4. Februar 2010

Wie der bloggende Literat die Welt sieht

html und das richtige Leben

html und das richtige Leben (1)

html und das richtige Leben - 2

html und das richtige Leben (2)

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8. Dezember 2009

Leben, aber auch schreiben. Oder: das neue Bewusstsein einer Autorin

Lieber Thomas,

mir ist mal wieder danach, dir zu schreiben, nachdem ich deine letzten Blogs – zurückgehend bis zu dem Symposium, das du besucht hattest, um zu recherchieren ….

Den Brief an D. hab ich auch gelesen – ebenso davon berührt wie du.

Was mich an deiner Art zu schreiben begeistert:
- deine intensive Beschäftigung damit
- dein Kampf, dein Streben, dein Loslassen, dein Wiederaufnehmen
- die Erkenntnis, wie sehr dein Schreiben dich nicht einsam vor deinem Schreibtisch sitzen lässt, dich nicht eindimensionaler sondern viel-dimensionaler werden lässt.

Vielleicht interessiert dich auch, wie es mir mit dem Schreiben geht.

Interview auf Ö3 mit Josef Haslinger.
Frage: Wie schreibt man einen Roman, wie bekommt man einen Roman fertig?
Antwort: Indem man dranbleibt, mit den Figuren aufwacht, mit ihnen schlafen geht. Wenn man schreibt, obwohl draußen die Sonne so schön scheint …

Ich bin immer aufgestanden und “an die Sonne gegangen”, anstatt zu schreiben, weil ich immer lieber “lebte” als zu schreiben, wie meine Figuren leben -
Aber: ich habe ein neues Bewusstsein: leben ja, aber IMMER, wenn es geht täglich, AUCH zu schreiben.

- meine Figuren begleiten mich nun auch tagsüber und abends vor dem Einschlafen
- ich recherchiere, wenngleich eine so intensive Recherche für meinen Plot derzeit nicht so notwendig ist
- ich bleibe dran und flüchte nicht mehr. Es wird was dabei rauskommen – was immer es auch sein wird.
Doch ist das wichtig? frage ich mich. Nein, ist es nicht. Wichtig ist, dass ich lerne, konsequent zu sein, mich nicht mehr so von dem VIELEN, das mich interessiert, ablenken, davontreiben zu lassen. Eine neue Idee nicht gleich umsetzen zu wollen, sondern sie abzulegen, bis es Zeit ist, sie aufzugreifen.

Das ist für mich auch spannend, weißt du.

Wie du kenne ich Tage, da tröpfeln die Zeilen — dann lasse ich es.
Aber es gibt die anderen, da fließt es ….
Beides hat seine Berechtigung …

Alles Liebe, Thomas, dem Blogger
von I., der Blog-Leserin

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5. November 2009

Eine E-Mail

Eine Autorenkollegin, die sich sehr wertschätze, I., schreib heute über meinen Blog:

Es ist, als geht man mit einem Gleichgesinnten Hand in Hand einen schwierigen Weg (oder: Geist in Geist – wie auch immer – falls dir das „Hand in Hand“ zu physisch ist :-) )

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3. November 2009

Einfacher Roman – Hinweis

Von C. kam folgender Hinweis zum Thema einfacher Roman – Danke!

Lieber Thomas!

Als ich deinen Beitrag zum “einfachen Roman” gelesen habe, ist mir sofort eingefallen, dass es auch so geht:

http://www.suhrkamp.de/buecher/tristano-nanni_balestrini_12579.html

Ich weiß natürlich, das ist nicht ganz das, was du schreiben möchtest – trotzdem find ich es interessant :) Und hin und wieder ein Blick auf das ganz und gar Experimentelle – schadet ja auch nicht.

Lieben Gruß

C.

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21. Oktober 2009

Eine E-Mail an mich

Kritik am Text

Warum mein Text “funktioniert”, besser: auf-geht, oder auch nicht, weiß ich nur manchmal (d.h. ich kann klare Gründe dafür angeben).
Meist ahne ich nur (habe so im “Gefühl”): Der Text stimmt nicht. – Ich beginne an ihm zu arbeiten. Und plötzlich, ja unversehens, stimmt er. Das heißt: Er klingt. Er hat, was er vorher nicht hatte, einen Resonanzraum. Erst dann weiß ich: Ein Wort zuviel war’s oder zuwenig, ein Zu-viel-sagen-Wollen und Mehreres-gleichzeitig-erzählen-Wollen, was auch immer. – Es ist eine (mangelnde) musikalische Erfahrung am Text, die die Arbeit vorantreibt. Das hat natürlich nichts mit “Wortgeklingel” zu tun, sondern mit dem, was der Raum zwischen den Worten gebiert.

Lieber Thomas,
ich bewundere Deinen Mut, Dein Schreibatelier zum öffentlichen Raum zu erklären. Gerne nehme ich auch weiterhin Anteil.
Viel Glück und liebe Grüße aus Wien, Rolf

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